Jugend und politische Anfänge
- Er wurde am 27. März 1912 in Portsmouth, England, geboren.
- Er stammte aus bescheidenen Verhältnissen, sein Vater war Marineoffizier.
- Mit 17 Jahren verließ er die Schule, um als Steuerbeamter zu arbeiten.
– In den 1930er Jahren engagierte er sich in Gewerkschaften und der Labour Party.
Politische Karriere
- Er wurde 1945 zum Abgeordneten des Wahlkreises Cardiff South East gewählt.
- Er wurde 1964 unter Harold Wilson Schatzkanzler, musste jedoch eine schwere Wirtschaftskrise bewältigen.
- Von 1967 bis 1970 war er Innenminister und zuständig für Fragen der Einwanderung und der inneren Sicherheit.
- Zwischen 1974 und 1976 war er Außenminister und spielte eine entscheidende Rolle bei den Verhandlungen über die Mitgliedschaft Großbritanniens in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).
- Premierminister des Vereinigten Königreichs (1976-1979)
- Er wurde 1976 nach dem Rücktritt von Harold Wilson Premierminister.
- Er musste eine schwere Wirtschaftskrise bewältigen und beantragte 1976 einen Kredit beim IWF.
- Er führte Sparmaßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft ein, was zu sozialer Unzufriedenheit führte.
– Seine Amtszeit war geprägt vom „Winter der Unzufriedenheit“ (1978–1979), einer Zeit massiver Streiks und sozialer Unruhen.
- Verlor die Wahl 1979 gegen die Konservative Margaret Thatcher.
Die letzten Jahre
- Er blieb bis 1987 im Parlament und zog sich danach aus dem politischen Leben zurück.
– Er wurde 1987 zum Lord Callaghan von Cardiff ernannt und diente im House of Lords.
– Er starb am 26. März 2005, einen Tag vor seinem 93. Geburtstag.
Vermächtnis
James Callaghan wird als pragmatischer Politiker in Erinnerung bleiben, seine Amtszeit war jedoch von wirtschaftlichen und sozialen Krisen geprägt. Er war der letzte Premierminister der Labour-Partei vor der langen konservativen Dominanz von Margaret Thatcher. Trotz der Schwierigkeiten wurde er für seine Hingabe an sein Land und seine Partei respektiert.